Warzenbehandlung

Warzenbehandlung

Effektive Therapie mittels Infrarotlicht (wIRA)

Unter Warzen versteht man virusbedingte Hautwucherungen. Man infiziert sich durch direkten oder indirekten Körperkontakt (z. B. Schwimmbad). Die meisten Warzen sind schwierig zu behandeln oder kommen wieder. Gerade an Händen und Füßen zeigen sich häufig langwierige Befunde, sogenannte Warzenbeete, die einer speziellen Therapie bedürfen.

Es gibt viele verschiedene Arten von Warzen. Vor Einleitung einer Therapie ist daher eine ärztliche Begutachtung notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie individuell auszuwählen.

Bei einzelnen Warzen kann über den behandelnden Hautarzt eine Heimtherapie mit Tinkturen und hornlösenden Pflastern verordnet werden.

Alternativ bieten wir eine intensivierte Kombinationstherapie aus ärztlich durchgeführter Kürettage (Abtragung) und anschließender kontaktfreier Wärmetherapie (wIRA) an. Dazu setzen wir ein spezielles Bestrahlungsgerät ein, mit dem wassergefiltertes Infrarot-A-Licht, abgekürzt wIRA, tief in die Haut bis zur Wurzel der Warzen eindringt, Gleichzeitig wird durch den patentierten Wasserfilter hautschädigende Infrarot-B- und -C-Strahlung ausgeblendet. Die Therapie ist harmlos, schmerzfrei und eignet sich gut für Kinder. Im Laufe der Behandlungen wird das Immunsystem des Körpers gezielt angeregt, die Warzen selbst zu zerstören. Vor Beginn der Therapie werden die Warzen mit hornhautaufweichenden Pflastern für ca. 2-7 Tage zu Hause abgeklebt. Unmittelbar vor der Bestrahlung werden die aufgeweichten Hornanteile schmerzlos abgetragen. Die Kombinationstherapie aus Abtragung und wIRA-Therapie dauert ca. 20-30 Minuten und sollte einmal wöchentlich durchgeführt werden. In der Regel sind 6-10 Behandlungen notwendig. Gesetzlich versicherten Patienten bieten wir diese innovative Kombinationstherapie als Igelleistung für 22,79 Euro pro Behandlung an, da sie bisher noch nicht in den Katalog der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen wurde. Private Kassen übernehmen die Kosten vollständig.

Die Universitätsklinik Jena konnte in klinisch kontrollierten Studien einen Rückgang der großflächigen Warzenbeete um 86% unter der wIRA-Therapie nach 18 Wochen zeigen. Allerdings gibt es auch Warzen, die unter dieser Methode nicht abheilen. Für besonders verhornte und therapieresistente Befunde bieten wir eine Abtragung mittels Erbiumlaser an. Zur besseren Tiefenwirkung kann diese Therapie auch mit einer photodynamischen Therapie kombiniert werden. Bei der PDT wird eine lichtsensibilisierende Salbe aufgetragen, die nach einer Einwirkest von ein bis zwei Stunden abgewaschen wird. Anschließend erfolgt eine Bestrahlung mittels Rotlicht für ca. knapp 10 min. Die Lasertherapie sollte unter örtlicher Betäubung oder Anwendung einer lokal anästhesierenden Creme erfolgen. Die Kosten werden je nach Ausdehnung des Warzenbefundes und Anzahl der Behandlungen individuell festgelegt.